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Bereit

Rauskommen muss drin sein

Von einem Erasmus-Aufenthalt bringt man oft etwas mit, das in keinem Zeugnis steht: den Mut, sich an einem fremden Ort zurechtzufinden, und Menschen, mit denen man in Verbindung bleibt. Ich möchte, dass diese Erfahrung auch für Auszubildende und für junge Menschen erreichbar wird, deren Familien einen Auslandsaufenthalt nicht mitfinanzieren können.

Dafür muss die Förderung zu den tatsächlichen Kosten passen. Deshalb wollen wir die Zuschüsse regelmäßig überprüfen und dabei die Lebenshaltungskosten in den jeweiligen Städten und Regionen berücksichtigen. Eine hohe Miete am Zielort darf einen Aufenthalt nicht unerreichbar machen.

Ende September hat der Kulturausschuss seine Position zum Erasmus+-Programm für die Jahre 2028 bis 2034 verabschiedet. Wir wollen rund 47 Milliarden Euro und einen verlässlichen Anteil für Jugend und Freiwilligenarbeit. Über das endgültige Budget wird noch verhandelt. Das Europäische Solidaritätskorps soll bei seiner Einbindung in das neue Programm seine eigene Identität behalten. Es ermöglicht jungen Menschen, sich beispielsweise in sozialen oder ökologischen Projekten zu engagieren.

Mir ist ebenso wichtig, dass kleine Vereine und Bildungseinrichtungen leichter Fördermittel beantragen können. Wer Begegnungen organisiert, sollte seine Zeit mit jungen Menschen verbringen und nicht mit immer neuen Formularen. Gerade ein kleiner Verein, der erstmals ein europäisches Projekt plant, braucht ein verständliches Antragsverfahren. Gute Ideen sollen auch ohne große Verwaltung eine Chance auf Förderung haben.

Dass Großbritannien 2027 wieder bei Erasmus+ dabei sein wird, freut mich sehr. Für Schulen und Jugendorganisationen auf beiden Seiten des Ärmelkanals eröffnen sich damit wieder Möglichkeiten für gemeinsame Projekte, die seit dem Brexit gefehlt haben. Sie können nun wieder Vorhaben planen, bei denen junge Menschen aus Großbritannien und der EU gegenseitig zu Gast sind.