Ist mein Geld dann irgendwann nur noch irgendwo im Computer?
Was der digitale Euro wirklich bedeutet.
Mit den Beratungen in dieser Woche will das Europäische Parlament auf diese Fragen Antworten geben.
Der digitale Euro soll das Bargeld nicht ersetzen, sondern ergänzen. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass Bargeld auch künftig überall verfügbar bleibt und als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert wird. Niemand soll gezwungen werden, ausschließlich digital zu bezahlen.
Auch beim Datenschutz haben die Abgeordneten klare Leitplanken eingezogen. Der digitale Euro soll nicht programmierbar sein. Niemand soll festlegen können, wofür Bürgerinnen und Bürger ihr Geld ausgeben dürfen. Für Offline-Zahlungen ist zudem ein Datenschutzniveau vorgesehen, das dem Bargeld sehr nahekommt.
Warum Europa den digitalen Euro trotzdem braucht? Weil ein großer Teil des digitalen Zahlungsverkehrs heute über internationale Anbieter außerhalb Europas abgewickelt wird. Eine so zentrale Infrastruktur sollte Europa künftig stärker selbst in der Hand haben. Der digitale Euro soll deshalb eine sichere europäische Alternative schaffen – als Ergänzung zu bestehenden Zahlungsmöglichkeiten, nicht als deren Ersatz.
Der digitale Euro ist damit weder der Abschied vom Bargeld noch der Weg zum „gläsernen Bürger“. Er soll Europas Unabhängigkeit im Zahlungsverkehr stärken und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Menschen auch künftig selbst entscheiden können, wie sie bezahlen, mit Scheinen und Münzen ebenso wie digital.
