Weltkrebstag 2025: Europäische Zusammenarbeit gegen Krebs
Krebs ist ein Thema, das viele Menschen im eigenen Leben oder im nahen Umfeld begleitet. Es geht um Angst, um Unsicherheit, um lange Wege durch Diagnose und Therapie. Gerade deshalb lohnt sich am Weltkrebstag ein präziser Blick darauf, was sich in den vergangenen Jahren konkret verändert hat.
Vor fünf Jahren wurde auf europäischer Ebene der Plan zur Krebsbekämpfung auf den Weg gebracht. Ziel war es von Beginn an, nationale Anstrengungen besser zu ergänzen, Forschung enger zu verzahnen und bestehende Unterschiede bei Vorsorge, Früherkennung und Behandlung schrittweise zu verringern.
Heute lässt sich genauer benennen, wo gemeinsames europäisches Vorgehen einen echten Mehrwert schafft. Ein erheblicher Teil aller Krebserkrankungen gilt als vermeidbar, wenn Risikofaktoren früh adressiert und Vorsorgeangebote konsequent genutzt werden. Deshalb verfolgt die Europäische Union das Ziel, deutlich mehr Menschen für organisierte Screenings zu erreichen – etwa bei Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs. In mehreren Mitgliedstaaten werden bereits heute hohe Teilnahmequoten erreicht, andere holen auf.
Auch in der Forschung wurden Strukturen geschaffen, die es in dieser Form zuvor nicht gab. Europäische Netzwerke verknüpfen Krebszentren, bündeln Daten und erleichtern den Austausch von Fachwissen. Ergänzt wird das durch erhebliche Investitionen in Forschung und Innovation. Insgesamt stehen dafür mehrere Milliarden Euro aus europäischen Programmen zur Verfügung – mit dem Ziel, Diagnostik zu verbessern, Therapien weiterzuentwickeln und personalisierte Behandlungsansätze schneller in die Versorgung zu bringen.
Der Handlungsdruck bleibt hoch. In der Europäischen Union werden jedes Jahr mehrere Millionen neue Krebsdiagnosen gestellt, und die Zahl dürfte auch in den kommenden Jahren nicht zurückgehen – nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung. Umso wichtiger ist es, dass Fortschritte bei Prävention und Früherkennung flächendeckend ankommen und Unterschiede zwischen Regionen und Bevölkerungsgruppen verringert werden.
Gesundheitspolitik bleibt in der Verantwortung der Mitgliedstaaten. Europa ersetzt keine nationalen Gesundheitssysteme. Aber Europa ergänzt dort, wo gemeinsames Handeln Wirkung entfaltet – durch Kooperation, durch Forschung und durch verlässliche Rahmenbedingungen. Für die EVP-Fraktion und für die Europäische Union insgesamt gehört der Kampf gegen Krebs zu den zentralen gesundheitspolitischen Aufgaben. Der Rückblick auf fünf Jahre europäischer Zusammenarbeit zeigt, was möglich ist, wenn Wissen geteilt, Vorsorge gestärkt und Menschen frühzeitig erreicht werden.
