Bargeld im digitalen Zeitalter: Warum es wichtig bleibt

Ein Moment, den viele kennen: Sie stehen an der Supermarktkasse, der Wagen ist voll, Sie greifen zur Karte – doch das Kartenterminal fällt aus. Die Menschen hinter Ihnen werden ungeduldig, das Personal zuckt mit den Schultern. Ohne Bargeld in der Tasche bleiben Ihnen nur zwei Optionen: den Einkauf stehen lassen oder hoffen, dass sich das Problem schnell löst.

Solche Situationen zeigen, warum Bargeld auch im digitalen Zeitalter wichtig bleibt. Während die Nutzung von Karten, Smartphones und Online-Transfers weiter zunimmt, brauchen wir eine verlässliche Alternative – nicht nur für den Notfall, sondern für echte Wahlfreiheit im Alltag.

Ich setze mich deshalb mit Nachdruck dafür ein, dass Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel erhalten bleibt und für alle Bürgerinnen und Bürger jederzeit zugänglich ist – in jeder Stadt, jedem Dorf und jeder Gemeinde. Der Vorschlag der Europäischen Kommission für eine „Bargeld-Verordnung“ ist dabei ein wichtiger Schritt. Er soll sicherstellen, dass Bargeld weiterhin weit verbreitet akzeptiert wird und niemand gezwungen wird, ausschließlich digital zu zahlen.

Der Gesetzgebungsprozess dazu läuft derzeit im Europäischen Parlament. Als Teil der Europäischen Volkspartei (EVP) setze ich mich dafür ein, dass wir diese Verordnung erfolgreich abschließen und die Verfügbarkeit und Akzeptanz von Bargeld europaweit sichern.

Zugleich geht es nicht um ein „Entweder-oder“. Auch die Einführung eines digitalen Euros ist ein zentrales Thema. Beide Ansätze – die Sicherung des Bargelds und die Entwicklung digitaler Zahlungsmethoden – müssen Hand in Hand gehen. Sie ergänzen sich, sodass die Bürgerinnen und Bürger in der Zukunft die Wahl zwischen elektronischen Zahlungsmethoden und Bargeld haben – und das auf gleichermaßen sichere und zugängliche Weise.

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